Was kann ich gegen Seekrankheit tun?

By 25. März 2017

Die Seekrankheit ist lästig! Die schlechte Nachricht: Die meisten Menschen leiden in irgendeiner Form darunter. Die gute Nachricht: Die meisten Menschen, gewöhnen sich nach 2-3 Tagen ans Schaukeln und die Symptome der Seekrankheit (Müdigkeit, Lustlosigkeit, Übelkeit bis hin zum Erbrechen) verschwinden vollständig. Nur ganz wenige Menschen sind dauerhaft Seekrank.

Hier ein paar Tipps, um die Seekrankheit zu lindern oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Vorbereitung
Wer ausgeschlafen zum Törn startet, wird weniger Seekrank. Es empfiehlt sich also das Crew-Essen am Abend zuvor nicht zu spät werden zu lassen.

Ernährungstipps
Die Seekrankheit wird mit einem erhöhten Histamin Pegel im Körper in Verbindung gebracht. Es lohnt sich daher vor und während den ersten Tagen des Törn Lebensmittel zu meiden, die Histamin enthalten/bilden. Dazu gehören:

  • Alkoholische Getränke (insbesondere Rotwein und Weizenbier)
  • Zitrusfüchte und -säfte (trotz des hohen Vitamin C Gehalts)
  • Fleisch- und Fischprodukte (als Hauptbestandteil einer Mahlzeit)

Essen, regelmässige kleine Portionen, hilft gegen Seekrankheit! Als besonders gut gelten:

  • Bananen
  • Karotten / Rüebli
  • frisches Obst und Gemüse (mit Ausnahme von Zitrusfrüchten)
  • Brot / Zwieback
  • Ingwer- und Pfefferminztee

Vitamin C
Sehr gute Erfahrungen haben wir mit hoch-dosiertem Vitamin C (1-2 Gramm pro Tag) gemacht. Es empfiehlt sich bereits 2-3 Tage vor Törnbeginn mit der Einnahme zu beginnen. Am günstigsten kriegst du Vitamin C in der reinen Pulverform in der Apotheke. Das Pulver lässt sich gut in Getränken auflösen. Es gibt auch Brausetabletten (z.B. Redoxon)

Verhalten an Bord
Einmal unterwegs hilft Folgendes aufkommende Seekrankheit zu lindern:

  • Frische Luft: im Cockpit sitzen und den Horizont betrachten.
  • Ruder gehen: wer steuert behält den Horizont und die Wellen im Blick, das hilft.
  • Schlafen an Deck oder in der Koje (bitte Eimer mitnehmen).

Unbedingt zu vermeiden sind Aufenthalte unter Deck (ausser zum Schlafen oder für die Toilette).

Und wenn’s dann doch hochkommt, braucht sich niemand zu genieren: Du bist nicht die/der erste! Am besten rechtzeitig den Eimer verlangen oder wenn’s dazu nicht mehr reicht über die Luv-Reeling oder dann auf’s Deck erbrechen. Bitte auf keinen Fall über Lee-Reeling (die tiefe Seite), nicht dass du auch noch gleich im Wasser endest!

Medikamente
Es gibt auch ein paar Medikamente gegen Reisekrankheit, die helfen sollen: Stugeron, Vomex, Xitix und weitere. Selbst ausprobiert haben wir Stugeron. Es ist auf den Kanaren und der Schweiz erhältlich, nicht aber in Deutschland. Wichtig: Mit der Einnahme des Medikaments bereits einen Tag früher beginnen. Wenn du bis zur Übelkeit mit der Einnahme wartest, wird du es vermutlich nicht im Magen halten können bis es wirkt.

Akkupressurbänder haben wir auch ausprobiert. Diese haben uns aber nicht überzeugt.

Siehe auch 7-Tipps gegen Seekrankheit und Was hilft gegen Seekrankheit.

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